Autor: Mejdin Kurt

Der Zentralrat der Eziden in Deutschland begrüßt die Aufnahme von verfolgten Ezidinnen durch das Bundesland Brandenburg

Nach dem Bundesland Baden-Württemberg hat nun auch das Land Brandenburg entschieden,
traumatisierte Ezidinnen aus dem Nordirak nach Deutschland zu holen, um sie medizinisch und psychologisch zu betreuen. Es handelt sich ausschließlich um ehemalige Gefangene der IS-Barbaren.

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Der ZÊD- Zentralrat der Eziden in Deutschland wird Anzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen einen noch unbekannten Imam einer deutschen Moschee und seiner Äußerungen gegenüber dem Verfasser des Buches „Inside Islam“, Constantin Schreiber, über seine Hetzpredigten zu den Religions- und Volksgruppen der Eziden, der Juden und der Armenier, die er noch vertieft, indem er explizit die Eziden als Symbol der Barbarei bezeichnet, die in keinem Land der Erde leben dürften, erstatten.

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Der Zentralrat der Eziden in Deutschland folgte am 27.03.2017 der Einladung der Bundes-SPD in das Willy-Brandt Haus nach Berlin.

Der Stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, hob bereits bei der Begrüßung die tiefe Freundschaft mit dem Bundesvorsitzenden des Zentralrates, Dr. Irfan Ortac hervor.

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Herr Dr. Irfan Ortac (Vorsitzender des ZÊD) hielt auf der Newroz- Feier der Kurdish-European Society eine wichtige Rede. Dabei ging er nicht nur auf das Newroz-Fest ein, sondern auch auf die aktuellen innerkurdischen Konflikte und die Rolle und Situation der Eziden in dieser prekären Lage. Der Zentralrat der Eziden ist stets zu konstruktiven Gesprächen bereit, um ein friedvolles Miteinander aller Völker zu stiften.

Wir danken der Kurdish-European Society für die herzliche Einladung und wünschen allen Völkern, die in diesen Tagen Newroz feiern, ein friedvolles Jahr.

Video Credit: Yassir Shesho

Am 02.03.2017 war unser Beiratsmitglied Ilyas Yanc als Referent für den Zentralrat der Êziden in Deutschland in Adendorf tätig. Eingeladen hatte die dortige Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vor dem Vortrag fand ein gemeinsames Gespräch mit den MitarbeiterInnen statt und man tauschte sich über die momentane Situation der angekommenen êzîdischen Flüchtlinge aus.

Unserem Referenten wurde mitgeteilt, dass zur Zeit 100 Êziden aus Shingal in Adendorf, in den Flüchtlingsunterkünften und dezentralen Unterkünften, leben. Ein Großteil der zugewanderten Êzîden wurde mittlerweile anerkannt und befindet sich in Integrationsmaßnahmen.

Danach erfolgte ein Gespräch mit ca. 35 Êziden über ihre momentane Situation in der Gemeinde. Wünsche, Kritik, Anregungen und offene Fragen wurden erörtert und später den dortigen SozialarbeiterInnen übermittelt.

Wir konnten über den aktuellen Stand der Asylverfahren, Familienzusammenführung, Wohnsitzauflagen und Integrationskursen informieren. Es folgte ein gemeinsames Essen mit êzidischen Speisen. Gegen 20:00 Uhr erfolgte der Vortrag „Die Êzîden – Religion und Leben“ in der Kirchengemeinde. Die offenen Fragen interessierter Bürger wurden beantwortet.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Êzîden aus der Gegend die Neuankömmlinge unterstützen könnten. Bei Interesse stellen wir gerne den Kontakt zu den SozialarbeiterInnen der AWO in Adendorf her.

Seit Jahren existiert zwischen der PKK und der PdK ein innerkurdischer Konflikt, der teilweise mit Waffengewalt ausgetragen wurde.
Obwohl beide Seiten seit August 2014 Schulter an Schulter in Kirkuk, Xanakin oder Maxmur gegen den IS kämpfen und dort augenscheinlich keine Konflikte haben, bedrohen sie sich gegenseitig seit Monaten in Shingal. Hier entsteht der Eindruck, dass es den beiden Parteien um Einflussnahme und die regionale Herrschaft im Siedlungsgebiet der Eziden geht.

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