ZÊD erstattet Anzeige

Der ZÊD- Zentralrat der Eziden in Deutschland wird Anzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen einen noch unbekannten Imam einer deutschen Moschee und seiner Äußerungen gegenüber dem Verfasser des Buches „Inside Islam“, Constantin Schreiber, über seine Hetzpredigten zu den Religions- und Volksgruppen der Eziden, der Juden und der Armenier, die er noch vertieft, indem er explizit die Eziden als Symbol der Barbarei bezeichnet, die in keinem Land der Erde leben dürften, erstatten.

Der Verfasser des Buches hat diese Aussage in einem Interview am 25.03.2017 in der Online-Ausgabe des Tagesspiegels zu Protokoll gegeben. „Der Tatbestand der Volksverhetzung gemäß § 130 StGB ist eindeutig, denn darin heißt es: wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, gegen eine nationale, rassistische oder religiöse Gruppe zum Hass aufstachelt, zu Gewalt oder Willkürmaßnahmen auffordert macht sich strafbar, so die Juristin Zemfira Dlovani, Stellvertretende Bundesvorsitzende des Zentralrates. Dr. Said Saydo, Stellvertretender Bundesvorsitzender des Zentralrates kann den ausbleibenden Aufschrei in der Bundesrepublik Deutschland nicht nachvollziehen. „Es grenzt an Zynismus, dass gerade die Eziden als Barbaren bezeichnet werden. 2014 wurden sie im Namen des Islam durch den IS massakriert. Über Tausende Ezidinnen und Eziden hat man in Irak barbarisch abgeschlachtet“, so Dr. Saydo.

Der ZÊD-Zentralrat der Êzîden in Deutschland betrachtet die Entwicklungen mit Sorge und fordert von allen demokratischen Kräften, sich gegen diese Entwicklung zu stellen. Ihr Bundesvorsitzender, Dr. Irfan Ortac sagt dazu: „Wehret den Anfängen. Unsere wehrhafte Demokratie ermöglicht alle Menschen in Koexistent und in Freiheit zu leben. Unser politisches und gesellschaftliches System
basiert auf Vielfältigkeit und Frieden. Wer den inneren Frieden stört, muss aus meiner Sicht die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Ich fordere die muslimischen Verbände auf, unmissverständlich dazu Stellung zu nehmen und sich demonstrativ an die Seite der Juden, Armenier und Êzîden zu stellen.“

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Mejdin Kurt

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